Diabetes
Wussten Sie, dass Parodontitis Diabetes beeinflusst? Neuere Untersuchungen zeigen, dass es für Diabetespatienten mit ausgeprägter Parodontitis schwerer ist, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.
Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist eine chronisch verlaufende Stoffwechselkrankheit, bei der ein absoluter oder relativer Mangel an Insulin besteht. Insulin reguliert den Zuckergehalt im Blut. Der so genannte Typ-I-Diabetes ist vererblich und betrifft vor allem junge Leute. Durch individuelle Insulingaben kann der Blutzuckerspiegel kontrolliert werden. Der Typ-II-Diabetes tritt vor allem in höherem Alter auf. Durch Ernährungsumstellung kann der Typ-II-Diabetes in der Regel kontrolliert werden.
Dass Menschen mit Diabetes anfälliger sind für bakterielle Infektionen des Zahnbettes (Parodontitis) ist seit langem bekannt. Diabetespatienten des Typs II haben ein 4,8fach höheres Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken. Umgekehrt beeinflusst Parodontitis den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern des Typs II. Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass eine Parodontitisbehandlung zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führt und damit einen positiven Effekt auf die Kontrolle der Diabetes hat. Damit können auch Folgeerscheinungen der Diabetes wie Schädigung des Auges, der Nieren oder der Blutgefäße verringert werden.

